056 Mai - Wonnen 2017

Monatsrückblick in Zahlen, daten, Fakten

Wahlen in Deutschland und Europa, wohin man schaut (Frankreich, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen) – und das allmähliche Warmlaufen der Politiker/innen vor der bevorstehenden Bundestagswahl im September 2017. Der neue amerikanische Präsident Trump hat seine ersten 100 Tage im Amt vollendet. Der VfB Stuttgart aus der 2. Fußballbundesliga aufgestiegen und somit wieder erstklassig – Stuttgart in Feierlaune, direkt nach dem Ende des Frühlingsfestes!

Was war für mich besonders und inspirierend:

 

 

 

 

 

 

 

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055 Schreckminuten als Trainer/in

„So etwas darf eigentlich nie passieren!“

Seminarvorbereitung wie immer: Im Herbst 2016 wurden aus einer Auswahl von Terminvorschlägen vom Kunden ein Termin ausgewählt und für KW 21 in 2017 bestätigt. Am vergangenen Wochenende habe ich dann Flip-Charts und Teilnehmerunterlagen vorbereitet und mich intensiv darauf gefreut, am Dienstag und Mittwoch bei einem langjährigen Kunden zum wiederholten Mal vertieft und grundsätzlich über das Thema „Work-Life-Balance“ zur Verhaltensprävention stressbedingter Erkrankungen mit einer Gruppe von sechs Teilnehmer/innen im Großraum Stuttgart nachzudenken.

Am vergangenen Donnerstagnachmittag bestätigt mir diese Kundin in einer Mail freudig, dass sie mich am folgenden Montag (also zum Veröffentlichungstermin dieses Blog-Beitrags) um 08:00 Uhr zum Seminarraum auf dem Firmengelände geleiten möchte, damit ich im Seminarraum vorbereiten kann. Ich lese diese Mail gefühlt dreimal, schaue in meinen Kalender, in dem der Termin für Dienstag und Mittwoch eingetragen ist – und die kalte, erschreckende Gewissheit steigt in mir auf, dass hier wohl etwas gründlich schiefgegangen ist.

Gut, dass in diesem Moment meine aktuellen Seminarteilnehmer/innen gerade in einer Gruppenarbeit waren, so dass ich die Kundin sofort anrufen konnte. Sie bestätigt mir, dass der fragliche Termin im System (Einladung der Teilnehmer/innen, Raumbuchung) für Montag und Dienstag fest eingeplant ist – und ich bin langsam wirklich verzweifelt, weil in meinem Kalender für Montag diverse Kundentermine im Rhein-Main-Gebiet stehen, die insgesamt ca. 20 Personen und eine Hotelbuchung betreffen. Und von Donnerstag bis Montag gibt es nun noch gut ein Arbeitstag! In dieser Situation erkläre ich der Kundin, dass in meinem Terminkalender das Seminar für Dienstag und Mittwoch eingetragen ist – und ich am Montag definitiv nicht kann.

Ganz ruhig und sachlich hörte mir meine Kundin zu – und entschied dann - ohne Vorwurf oder emotionalen Ausbruch: „Seminar absagen, neu terminieren – meine Kolleg/innen kommen in der nächsten Woche auf Sie zu für die Planung!“ Mir fiel sprichwörtlich nicht nur ein Stein vom Herzen! Diese Situation - einigermaßen gerettet und große Dankbarkeit für dieses wertschätzende Verständnis der Kundin!

Natürlich haben wir beide danach versucht nachzuvollziehen, wie dieses Missgeschick genau entstanden ist: Der Kunde hat mir in der Tag im Herbst 2016 den Termin Montag/Dienstag bestätigt – und leider wurde der Termin in meinem Kalender mit Dienstag/Mittwoch hinterlegt.

 

Wie konnte es passieren, dass sämtliche Mails des Kunden (es waren drei bis fünf Mails), in dem explizit Montag/Dienstag bestätigt wurden, nicht so intensiv in mein Bewusstsein gedrungen sind? Welche (un-) bewussten Kräfte waren hier am Werke? Wie konnte sich der Seminartermin am Dienstag/Mittwoch in so großer Gewissheit in meiner Wahrnehmung „festsetzen“? Zu keinem Zeitpunkt vorher haben irgendwelche Alarmglocken geläutet… Stattdessen wurden ca. zehn Tage vorher Teilnehmerunterlagen und die Flip-Charts für den Seminartermin Dienstag/Mittwoch ausgefertigt – und dem eigenen Kalendereintrag vertraut.

Diese besondere Art von Terminkollision habe ich erst- und einmalig in den vergangenen über 25 Jahren erlebt. Welche Erfahrungen haben Sie mit vergleichbaren Situationen und Terminüberschneidungen?

 

So bin ich gespannt und neugierig auf Ihre Diskussionsbeiträge zu diesem Thema (AMS). 

 

Dankbarer Nachtrag: Bereits am 22. Mai 2017 wurde ein neuer Termin im November 2017 für das zweitägige Seminar gefunden. Diesmal habe ich den Kalendereintrag mehrfach gecheckt. 

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054 Sommer & Winter im April 2017

Monatsrückblick in Zahlen, Daten, Fakten

Das alte Sprichwort stimmte in diesem Monat wirklich: „Der April, der April, der macht, was er will“: Sandalen ohne Strümpfe bei Badewetter - Wintermantel bei Graupel- und Schneeschauern. In Bad Cannstatt hat das Frühlingsfest begonnen. In Frankreich fand der erste Präsidentschaftswahlgang statt. In Berlin trafen sich einflussreiche Unternehmerinnen beim W20-Gipfel.

 

Was war für mich besonders:

  • Ditzinger Lebenslauf: Halbmarathon mit persönlicher Bestzeit 
  • Zweieinhalb Referent/innen-Treffen (jeweils Freitag/Samstag) eines Kunden, eines bundesweit aktiven Weiterbildungsanbieters mit intensivem fachlichem Austausch und fröhlichem Netzwerken mit den Kolleg/innen
  • Start der MCC-Mentorengruppe mit wertvollen Anregungen für das Tun und Sein als Coach und intensiven Übungsmöglichkeiten in der Peer-Group
  • Ostern in der Familie bei Graupelschauern im Westerwald
  • Herausfordernde nationale und internationale Coachinganfragen (AMS)
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053 Zukunftstrends im Training

Seminarimpression Sommer 2007: Wird es das Flip-Chart in Zukunft im Training noch geben?
Seminarimpression Sommer 2007: Wird es das Flip-Chart in Zukunft im Training noch geben?

Zur Synchronizität der Ereignisse:

  • Ende Januar 2017 veröffentlicht Siegfried Haider (Gründer und Ehrenmitglied der German Speakers Association) in Training aktuell einen Artikel, der mit „Die Trainingswelt von morgen“ überschrieben ist. 
  • Am vergangenen Wochenende (April 2017) lud ein langjähriger Kunde, ein bundesweit aktiver Weiterbildungsanbieter, seine freiberuflichen Kommunikationstrainer/innen ein, um gemeinsam strategisch über die sich verändernden Anforderungen der Lernenden, dazu passende Lernumgebungen und die neue Rolle der Trainerin/des Trainers visionär und strategisch nachdenken. Ein spannender World-Café Nachmittag mit wertvollen Impulsen für die zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit!

 

Der Artikel von Siegfried Haider "Die Trainingswelt von morgen" war mir schon Ende Januar 2017 dadurch aufgefallen, dass die Lektüre sehr eindrückliche Bilder und Denkprozesse in mir ausgelöst hatte:

  • Die Anreise im selbstfahrenden Auto als Arbeitszeit für letzte Calls,
  • digitale Tools für verstärkte Annehmlichkeiten in der Administration,
  • kürzere Präsenzseminare mit stärkerer Vorbereitung durch die Teilnehmer/innen durch Video-Einheiten vorab,
  • virtuelle Teilnahme bei Präsenzseminaren möglich,
  • virtueller Expertenbesuch auch live während des Seminars.

Technisch ist vieles davon auch heute schon möglich.

Siegfried Haider diskutiert folgende Thesen:

Die Erwartungen der Teilnehmer/innen werden sich extrem verändern und benennt hier

  • einige gesellschaftliche Veränderungen wie der demographische Wandel
  • besondere Erwartungen verschiedener „Generationen“ (Generation Z; Babyboomer)
  • veränderte Arbeitsmarktbedingungen für Arbeitnehmer – und daraus entstehende gestiegene Anforderungen an Weiterbildung

 

 

Aus diesen prognostizierten Veränderungen leitet sich ein neues Rollenverständnis der Trainerin/des Trainers ab, die, laut Haider, mehr für ihre Praxiserfahrung und Vermittlungskompetenz und mehr „Wir“ statt „Ich“ geschätzt werden. Für Trainer/innen bedeutet das eine Veränderung des Rollenbilds in Richtung Moderator/in, Motivator/in und Mentor/in.

Werden diese Trainings im klassischen Seminarhotel im Seminarraum von heute (mit Tischen, Flip-Chart, Beamer, Pinnwand) stattfinden? Eher nicht: In Zukunft werden kreativitätsfördernde Raumkonzepte mit besonderen Sitzmöbeln, vernetztem Smartboards und virtuellen Brillen stark gefragt sein.

 

Im Blog von TeamConnex wird die Zukunft des Trainings sehr plastisch durch Trainingschips und interaktive Hologramme lebendig gemacht. Fazit von TeamConnex für die Trends des „Training der Zukunft“: Individualisierung und Selbstbestimmung. 

 

Und was bedeuten diese Prognosen und Trends für die Trainings von heute:

  • Gezielte Inputs (Videos, Selbstreflexion etc.) schon vor dem Präsenztraining
  • Stärkere Orientierung an den individuellen Lernzielen der Lernenden
  • Stärkerer Praxisbezug während des Präsenztrainings durch die Bearbeitung von konkreten Fallbespielen der Teilnehmer/innen: dadurch nachhaltigere Lernerfahrung
  • Transfersichernde Nachbetreuung der Teilnehmer/innen durch weitere Impulse in Form von Coaching, kollegialer Fallberatung, Videos, Selbstreflexion etc.
  • Stärkere Einbeziehung digitaler Vermittlungsformen, die für die Zielgruppe verfügbar sind (Apps, YouTube etc.)

 

 

 

 

 

Persönliches Fazit:

 

Nachdem meine ersten Begegnungen als Trainerin mit Trainings in Form der Moderation von Seminaren „Selbstorganisiertes Lernen“ vor gut 25 Jahren stattfanden, gibt es nun (endlich) die technischen Möglichkeiten, dieses (damals) innovative Lernkonzept durch die digitalen Möglichkeiten frisch, neu und innovativ zu gestalten.

Darauf freue ich mich wirklich sehr! (AMS)

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052 Farbenfroher Frühling im März 2017

Monatsrückblick in Zahlen, Daten und Fakten

Auch im März 2017 gab es in Stuttgart Feinstaubalarm – und endlich scheinen konkretere Schritte für 2018 geplant zu sein. In Deutschland hat das Super-Wahljahr 2017 begonnen - und Wahlen in Europa und Abstimmungen in der Türkei prägen die politische Diskussion. 

 

Was hat mich besonders bewegt und inspiriert:

(AMS) 

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051 Warum lebst Du eigentlich immer noch in Stuttgart?

Diese Frage bekomme ich in den vergangenen Monaten immer häufiger zu hören. Stuttgart ist immer häufiger in der Presse als Stau- und Feinstaubhauptstadt Deutschlands. Ist es die Umsicht der fürsorglichen Frager/innen angesichts der häufigen, im Winter durchgehenden Feinstaubalarme, die in der Presse deutschlandweit veröffentlicht werden? Die gesundheitliche Wirkung des Feinstaubs ist noch nicht vollständig geklärt. 

Und was macht die Schönheit Stuttgarts aus? 

Vor genau fünf Jahren zum 01. April 2012 bin ich nach zehn Jahren Land-Leben in der Kleinstadt Lorch/Württemberg wieder nach Stuttgart gezogen – ins Multi-Kulti-Zentrum nach Bad Cannstatt 

 

Was hat mich vor fünf Jahren bewegt, nach Bad Cannstatt umzuziehen?

Eine Veränderung des Wohnorts ist nicht immer nur eine rationale Entscheidung mit einer Pro- und Contra-Liste. Jeder Umzug birgt Veränderung:

Freunde und Bekannte bleiben zurück, als kommunalpolitisch- und vereinsaktiver Mensch ließ ich liebgewordene Aufgaben, Rollen und Funktionen zurück, das bedeutete „Abschied nehmen“ von Vertrautem - und das bekannte Umfeld der Kleinstadt Lorch ändert sich.

Da der Unternehmenssitz von CICERO seit 2003 in Stuttgart verankert war und ist, viele Kolleg/innen und Kund/innen in Stuttgart beheimatet sind, hatte ich mich sehr lange mit der Entscheidung des Umzugs nach Stuttgart getragen und diesen Umzug entsprechend gut vorbereitet.  

Was bewegt mich nach fünf Jahren jetzt, in Stuttgart-Bad Cannstatt zu bleiben?

Aufgrund meiner privaten Lebenssituation hat es in den vergangenen Monaten mehrere Anlässe gegeben, über einen Umzug beispielsweise nach Berlin, Bonn und/oder Frankfurt nachzudenken.

Hintergrund meiner aktuellen Entscheidung ist eine Mischung verschiedener Facetten der Lebensqualität in Bad Cannstatt (die Reihenfolge ist willkürlich): 

  • Natur, Kurpark, Rosensteinpark, Wilhelma und Neckar vor der Tür
  • Prima Einkaufsmöglichkeiten und dreimal Wochenmarkt mit frischem Obst und Gemüse
  • Eine sonnige und gemütliche Wohnung
  • Ein lebendige persönliches Umfeld mit Freunden, Bekannten und Kolleg/innen
  • Das vielfältige kulturelle Angebot in der Landeshauptstadt
  • Aktives Netzwerken innerhalb der International Coach Federation und dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum

Oder bin ich einfach im Augenblick nur zu bequem = faul, mir ein neues persönliches Ambiente im feinstaubfreieren "Speckgürtel" der Region Stuttgarts zu suchen - oder mich in ein neues Lebensumfeld zu wagen? Mag sein – vielleicht?! Irgendwie ist das richtige Momentum noch nicht gekommen, welches meine Energie für einen Umzug wirklich „freisetzt“…

 

Und solange gilt – etwas abgewandelt - was über die US-amerikanische Familientherapeutin Virginia Satir nachgesagt wurde, dass, wenn man sie treffen wollte, man nur auf dem Flughafen San Francisco auf sie warten müsste. Das gleiche kann man von mir sagen – nur ist es für mich der Bahnhof Stuttgart, welcher der Ausgangspunkt meiner Dienstreisen ist (AMS).

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050 Bayrischer – rheinischer Februar 2017

Monatsrückblick in Zahlen, Daten und Fakten

Auch im Februar 2017 gab es in Stuttgart weiterhin Feinstaubalarm – und endlich scheinen konkretere Schritte für 2018 geplant zu sein. Überall wird in 2017 gewählt (z.B. in Frankreich, in Deutschland). FakeNews lösen intensive Diskussionen über mögliche Wahlbeeinflussung aus.  Deutschland und die Welt gewöhnt sich langsam an die veränderte „Weltordnung“ mit alternativen Fakten. 

Was hat mich besonders bewegt und inspiriert:

  • Ein inspirierender Vortrag von Anna Dollinger zum Thema “Transformationsprozesse im Einzel- und Gruppencoaching”
  • Die Mitmachausstellung im Mercedes – Benz Museum „Ey Alter“, in der Alter, Alltag und Arbeitswelt erfahrungsorientiert und lebendig umgesetzt wurden
  • Persönliche Halbmarathon-Vorbereitungen für den 17. Ditzinger Lebenslauf für Mukoviszidose e.V. am 02. April 2017 - Mitläufer/innen und Sponsor/innen sind herzlich willkommen!
  • Ein nachhaltig wirkendes Resilienztraining in Stuttgart
  • Ein Familienfest in meinem Geburtsort, das viele Erinnerungen ausgelöst und geweckt hat (AMS)  

 

 

 

 

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049 IntrovisionCoaching (2)

Wenn Sie neugierig auf IntrovisionCoaching sind und Freude daran haben, IntrovisionCoaching vertieft kennenzulernen, dann empfiehlt sich das jüngst veröffentlichte Buch von Renate & Ulrich Dehner.  

Ulrich Dehner, Renate Dehner (2016). IntrovisionCoaching. Ein effektiver Ansatz  für Business- und Life-Coaching mit Tiefgang. Bonn: ManagerSeminare. 

 

 

 

 

In diesem Buch findet sich systematisch und klar strukturiert dargestellt und mit Fallbeispielen verdeutlicht,

  • welches die Hintergründe von IntrovisionCoaching sind,
  • auf welchen theoretischen Vorannahmen („innere Alarme“, wertvolle Modelle der Transaktionsanalyse wie Persönlichkeitsmodell, das Lebens-Skript incl. persönliche Antreiber) IntrovisionCoaching basiert und
  • wie IntrovisionCoaching in der Praxis eines Coachings genau angewendet wird. 

 

 

 

Auf dem Klappentext des Buches steht: „Ein Buch für erfahrene Business- und Life-Coachs sowie für interessierte Therapeuten, die ihre Fähigkeiten um einen Ansatz erweitern wollen, der es erlaubt, auch mit vermeintlich veränderungsresistenten Klienten erfolgreich zu arbeiten.“

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048 IntrovisionCoaching (1)

Persönlicher Erfahrungsbericht

Im November 2016 referierte Ulrich Dehner im Rahmen des ICF Chapters Stuttgart über „IntrovisionCoaching“. Und als der Teil „Input“ zu Ende war, schlug er vor, die Methode „IntrovisionCoaching“ vor Ort an einer/einem Freiwilligen zu demonstrieren. Da habe ich mich doch freiwillig gemeldet (obwohl ich in der Rolle als Veranstalterin des Abends war). Und hier beginnt später mein Erfahrungsbericht. Aber - erst eines nach dem anderen - erst die Theorie, dann die Praxis! 

 

Was ist IntrovisionCoaching?

Ulrich Dehner erläuterte zunächst die Hintergründe und Motive der Entwicklung von IntrovisionCoaching aus den Ursprüngen der Introvision (vgl. Universität Hamburg, Pädagogische Psychologie). Coaching wirkt üblicherweise durch Reflexion und der Entwicklung alternativer Verhaltensoptionen in unterschiedlichen Kontexten – und manchmal stößt ein Coachee mit dieser methodische Herangehensweise des Coachings an die Grenzen, die nicht für die Bearbeitung tieferer Muster oder Blockaden, welche einen inneren Alarm auslöst, optimal geeignet ist.

„Warum sich Menschen unter Druck so (irrational) verhalten, wie sie sich verhalten, hat mit dem Wesen des Alarms zu tun: Der Sinn jedes Alarms ist es, den Menschen zu schnellem und entschlossenem Handeln zu bewegen“ (Ulrich Dehner & Renate Dehner, 2016, IntrovisionCoaching, ManagerSeminare, S. 58).

Die Metapher vom “Dampfkochtopf“ machte anschaulich deutlich, dass sich IntrovisionCoaching nicht auf „Dampf ablassen“ bzw. dysfunktionale Bewältigungsstrategien bezieht, sondern auf die Regulation der Hitze der Herdplatte unter dem Dampfkochtopf.

IntrovisionCoaching bezieht sich auf Grundkonzepte der Transaktionsanalyse (Persönlichkeitsmodell, Lebens-Skript) und leitet sogenannte Kernimperative ab, die mit „hilflos“, „wertlos“, „nicht liebenswert“ und „Sterben“ beschrieben werden.

 

Wie geht „IntrovisionCoaching“?

Eine Voraussetzung für das Gelingen des IntrovisionCoaching ist das Üben der sogenannten „weiten Wahrnehmung“, die achtsame, konstatierende Wahrnehmung von Körper, Gefühlen und Gedanken.

IntrovisionCoaching läuft in folgenden Schritten ab – mit dem Ziel, dass der Alarm nachhaltig „gelöscht“ wird und beim nächsten typischen Auslösereiz Gelassenheit entsteht:

  • Problemanalyse
  • Analyse der Imperative
  • Herausarbeiten des Imperativ bedrohenden Satzes
  • Einüben der achtsamen, wertfreien Beobachtung
  • Sitzen mit dem Alarm, der den Satz auslöst (mehrere Tage/Wochen)

 

Meine persönliche Erfahrung mit IntrovisionCoaching

In wertschätzender, ausgesprochen zielorientierter und gleichsam eleganter Art und Weise arbeitete Ulrich Dehner eine geeignete Formulierung für den Auslöser meines Alarms aus (Arbeitstitel „Umgang mit Feedback“).

An dem Abend stellte Ulrich Dehner meine persönliche Anleitung für IntrovisionCoaching, in der der Auslöser meines Alarms mehrfach genannt wurde, zusammen, die mit Hilfe eines Smartphones aufgezeichnet wurde. Diese Anleitung wurde mir digital zugeschickt mit der Instruktion, mehrere Tage/Wochen einmal täglich diese, für mich personalisierte Anleitung in der „weiten Wahrnehmung“ zu hören. Entscheidend für die intensive Wirkung dieser Intervention war die konkrete und ausgesprochen treffende Formulierung des Alarmauslösers und das mehrwöchige „Sitzen“ und Hören des Bandes, bei dem durchaus auch intensive Gefühle ausgelöst wurden.

Schon gut zwei Wochen nach dem Chapterabend im November 2016 konnte ich während eines Seminars die Wirkung unmittelbar spüren und wahrnehmen: Teilnehmerreaktionen in einem Seminar, die mich vorher innerlich „auf die Palme“ gebracht hätten und mir wahrscheinlich einigen Schlaf geraubt hätten, wurden „nur“ präsent und achtsam registriert. Dieses Teilnehmerverhalten löste überraschenderweise keinen Alarm aus. Das bedeutet eine wirkliche Entlastung für mein Arbeitsleben, für die ich ausgesprochen dankbar bin.

 

Persönliches Fazit:

Wenn es um innere Blockaden und tieferliegende Muster geht, dann unterstützt diese Methode einen Menschen wirksam und nachhaltig, entspannt und gelassen auf die früheren Alarmauslöser antworten zu können, also eine empfehlenswerte und effektive Stress-Prävention! (AMS)

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047 Staub aufwirbeln im Januar 2017

Monatsrückblick in Zahlen, Daten und Fakten

Fast im gesamten Januar 2017 lebten die Stuttgarter im Feinstaubalarm, welcher mittlerweile dazu geführt hat, dass Anwohner/innen Klagen wegen Körperverletzung eingereicht haben.

In Deutschland beginnt so langsam der Bundestagswahlkampf.

Die ersten Amtshandlungen des neuen US-Präsidenten bewegen viele Menschen weltweit „auf die Straße“ zur Kundgebung ihrer Meinungen.

 

Was hat mich besonders bewegt und inspiriert:

  • Zwei Workshoptermine im tiefen Schnee auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald mit wunderschönen Aus- und Einblicken
  • Zwei beeindruckende Aufführungen der Metropolitan Opera im Kino: „Nabucco“ und „Roméo et Juliette“
  • Ein inspirierender Vortrag von Jamie Müller “Building Trust & Relationships with Germans and Americans”
  • Die kollegiale Zusammenarbeit in der Vorbereitungen und im Versand des ICF Deutschland Newsletters Januar 2017 (AMS) 

 

 

 

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046 Lug und Trug - auch im Coaching?

Erste Annäherung an ein heikles Thema

Wenn die Erkenntnisse der Psychologie (vgl. Blog-Beitrag 44 und 45) auf die (langjährige) Praxiserfahrung als Coach treffen, dann heißt das, dass sowohl Coachee wie auch Coach Wahrnehmung auch im Kontext Coaching (un-) bewusst verzerren, kognitiven Dissonanzen reduzieren und angelegentlich auch gezielt die Unwahrheit sprechen.

Im Coaching wird also auch gelogen! Und trotzdem wirkt Coaching nachweislich.  

Gehen wir somit von der Annahme aus: Ein Coachee verzerrt (un-) bewusst die Wahrheit und/oder beschreibt Situationen und Coachingerfolge allzu verständlicherweise aus der eigenen gefilterten Brille. Welche Möglichkeiten bleiben dem Coach in einer solchen Situation? Ein Coach nimmt diese Schilderung des Coachees akzeptierend, empathisch und wertschätzend in all seinem verbalen und non-verbalen Ausdruck an, auf- und für „wahr“. Weiterhin nutzt ein Coach die damit verbundenen Resonanz „im eigenen System“, die entstehenden eigenen Bilder in Präsenz und Achtsamkeit als Grundlage für das weitere Coaching, um mit dem Coachee aktiv zu kommunizieren, wirkungsvolle Fragen zu stellen und somit mehr Bewusstsein beim Coachee zu schaffen (Kernkompetenz 8, ICF Kernkompetenzen). Leider habe ich keine einschlägige Literatur, Recherchen und Studien zu diesem Thema an der Nahtstelle von Kernkompetenz # 4 Präsenz im Coaching und Kernkompetenz # 8 Bewusstsein schaffen gefunden. 

 

Welche Erfahrung als Coach führte mich zu dieser Fragestellung? Wie ist mir diese Form von „Wahrnehmungsverzerrung“ in den letzten Jahren als Coach begegnet? 

Folgende Coachingsituation: Eine Führungskraft empfiehlt einem Projektleiter mit für die Projektmitarbeiter/innen „schwierigen“ Führungsverhalten Coaching. Die Vorgespräche mit Coach, Coachee und Führungskraft fanden jeweils unter vier Augen statt, der HR-Business-Partner war beim Gespräch mit der Führungskraft dabei und kam für die Vertragsfragen später hinzu. Eines der Ziele des Coachings war Stärkung der sozialen Kompetenz des Coachees im verbalen und non-verbalen Ausdruck in Führungssituationen (wertschätzend Feedback geben etc.).

Das Coaching-Abschlussgespräch erfolgte mit Coachee, Führungskraft, HR-Business-Partner und Coach. Der Coach erlebte zum ersten Mal unmittelbar und live die Kommunikation zwischen der Führungskraft und dem Coachee. In diesem Moment wurden die getrennt voneinander berichteten Situationen, daraus eingebrachten Deutungen und Hypothesen zwischen Führungskraft und Coachee vom Coach nun unmittelbar erlebt, zusammengefügt und ergänzt. Durch dieses persönliche Erleben wurden neue Hypothesen gebildet und ergänzende Deutungen bezüglich der Kommunikation in dieser besonderen Führungssituation durch den Coach entwickelt, die für den gesamten Coachingverlauf wertvoll und hilfreich hätten sein können.

 

Als erste Reflexionsstichworte für zukünftige Coachings können daraus folgende Schlussfolgerungen gezogen werden:

  1. Jede/r Mensch berichtet interessengeleitet seine eigene Wahrheit – und es ist die Aufgabe eines Coaches, einen Coachee hier zu unterstützen und zu konfrontieren, den Schleier zu lüften – und deren/dessen die Wahrnehmung für eine Situation zu erweitern, mehr Perspektiven einzubringen und zu mehr Bewusstheit für die Wirkung des eigene Verhalten (in der Situation) und eine mögliche Wahrnehmungsverzerrung anzuregen. 
  2. In der Nachbereitung des Coachings ist es empfehlenswert, den Coachingprozess auf den Coach wirken zu lassen, die Wirksamkeit einzelner Fragen/Interventionen zu reflektieren und – wenn auch nur leichte - Irritationen in den Reaktionen und im Selbstbild des Coachees „für einen Augenblick festzuhalten“, um sie für die nächste Coachingsituation für den Coachee als Spiegel nützlich einzubringen. 
  3. Mentorcoaching: Anhand von Aufzeichnung realer Coachingssituationen die eigenen "blinden Flecken" als Coach mit Unterstützung eines erfahrenen Mentorcoach entdecken und bewusst in die nächste Coachings einfließen lassen. 

 

 

Sind diese Erkenntnisse banal? Vordergründig vielleicht!

Um die eigene Lernkurve als Coach zu fokussieren und zu unterstützen, kann die (regelmäßige) Erinnerung an bilaterale (Un-) Wahrheit im Coaching nützlich sein und gleichzeitig die eigene Demut für einen komplexen sozialen Prozess, wie es Coaching ist, fördern (AMS) 

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045 Sich selbst belügen

Nun, wenn die Lüge gegenüber anderen so alltäglich und allgegenwärtig ist, wie steht es dann um die „Lüge“ im Hinblick auf die eigene Person – das „sich selbst etwas vormachen“? Kann/darf/muss ich mir selbst „glauben“ oder gehe ich mir hin und wieder selbst auf dem sprichwörtlichen Leim?

Die Psychologie erklärt die Ursache von Selbsttäuschung mit der angestrebten raschen Reduzierung von kognitiver Dissonanz (Definition):  

  • Durch nicht Wahrnehmen bzw. abstreiten
  • Veränderung von Verhalten und Einstellungen
  • Gezielte Suche von dissonanzreduzierender Informationen

Sandra Maxeiner  und Fanny Jimenez veranschaulichen diese internen dissonanzreduzierenden Prozesse humorvoll und pointiert.

Ein tiefenpsychologischer Erklärungsansatz sind die von Anna Freud beschriebenen Abwehrmechanismen: Weil das eigene Selbstbild in Gefahr ist, werden Fakten anders gedeutet (nach Albert Newen). Das heißt, die Selbsttäuschung dient dem persönlichen Wohlbefinden und ist Teil des psychischen Immunsystems eines Menschen.

Klaus Wilhelm weist auf die Untersuchungen des US-Psychologen R. Baumeister hin: „Demnach werden Menschen, die stark zur Selbsttäuschung neigen, vielfach als innerlich unruhig und unentspannt wahrgenommen. Die Selbsttäuschung verführe Menschen dazu, unglücklich zu bleiben, statt sich mit der Ursache ihres Missbefindens auseinanderzusetzen – und es möglichst aus der Welt zu schaffen.“

Der US-Evolutionsbiologe Robert Trivers vertritt folgende These „Wir belügen uns selbst, um unsere Mitmenschen besser belügen zu können“, da der Lügner an seine eigene Lüge wirklich glaubt und so möglicherweise verräterische Signale besser verbirgt - um sich so evolutionäre Vorteile zu verschaffen. 

 

 

 

 

 

 

 

Jochen Mai erweitert den Blick auf den persönlichen Selbstbetrug, der zum Karrierekiller im Job werden kann:

  • „Meine gute Arbeit spricht für sich selbst
  • Ich komme nicht weiter, also muss ich härter arbeiten
  • Ich habe einen krisensicheren Job
  • Ich bin nicht auf Jobsuche. Mein Xing-Profil ist gerade nicht wichtig
  • Ich warte auf den richtigen Zeitpunkt, um etwas zu ändern
  • Die Details sind mir egal. Ich will nur wissen, was ich zu tun habe
  • Ich habe es versucht, und es hat mal wieder nicht geklappt
  • Hätte ich etwas anderes studiert, würde ich jetzt mehr verdienen
  • Ich bin erfolgreich. Die Kollegen können mich deswegen nicht leiden“

Und was diese Erkenntnisse über die alltäglichen Lüge und den Selbstbetrug im Hinblick auf die Zusammenarbeit in einem Team und/oder die Arbeit als Coach bedeutet, wird im nächsten Blogbeitrag an gleicher Stelle beleuchtet. (AMS)

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044 Du musst besser lügen lernen!

Dieser Satz begegnete mir einige Tage vor Weihnachten 2016 auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg: Unfreiwillig wurde ich Zeuge eines zwar humorvoll klingenden, aber nachdrücklich ausgesprochenen Tipps eines Mittzwanzigers zu seinem etwa gleichaltrigen Begleiter. Was die Vorgeschichte zu diesem wohlmeinenden Rat war und in welchem konkreten Zusammenhang dieser Satz stand, habe ich nicht in Erfahrung gebracht. Und dennoch – dieser Satz ist für mich bemerkenswert und hat mich im „postfaktischen Zeitalter“, in dem Lügen, Tarnen und Täuschen scheinbare Erfolgsfaktoren und überlebensnotwendig sind, Lebensläufe gefälscht werden und FakeNews aufregen, im Spannungsfeld von aktuellem Zeitgeschehen, Sozialpsychologie, Philosophie (Ethik/Moral) und betriebswirtschaftlicher Compliance zum Nachdenken gebracht und einige Fragen aufgeworfen:

  • Zum Wesen der Lüge: Was ist das eigentlich genau – eine Lüge? Welche Arten von Lügen gibt es? Wie ist der Unterschied zwischen bewussten / unbewussten Lügen? Wie oft lügt ein Mensch täglich?
  • Zu den Motiven des Lügens: Warum lügt ein Mensch? Welchen Nutzen (beruflich/privat) hat eine Lüge? Welchen Schaden (beruflich/privat) bringen Lügen? In welchen Situationen ist es nützlich, besser zu lügen? – Ist das dann authentisch oder nicht?
  • Zu dem Erkennen von Lügen: Wie erkenne ich eine Lüge? Wie gut sind menschliche und technische Lügendetektoren?

 

Kürzlich verlieh die Harvard Universität den Ignoble-Nobelpreis 2016 an eine Forschungsgruppe um Evelyne Debey (Belgien/Niederlande) und Kristina Suchotzki (jetzt Universität Würzburg) für ihre Studie, in der sie 1000 Lügner befragten, wie oft sie lügen – „und für die Entscheidung, ob man ihre Antworten glauben kann“.

Ein kurzer Überblick über die Resultate dieser Studie:

  • im Durchschnitt logen die Befragten zwei Mal am Tag, allerdings gibt es auch Spitzenwerte von bis zu 16 Lügen am Tag – über alle Altersgruppen hinweg
  • lügen ist nicht kinderleicht – und die Fähigkeit zu lügen ist ein Entwicklungsprozess in sich, der mit der kognitiven Kontrolle – der innere Zurückhaltung der „wahren Antwort“, der Fähigkeit zum Lügen – das heißt, beim Lügen locker und authentisch zu wirken, und der Häufigkeit tatsächlicher Lügen einher geht – das heißt, wer lügt, braucht ein gutes Gedächtnis, um sich zu merken, wem welche Lüge „aufgetischt“ wurde

 

Im Handout der Universität Bielefeld werden folgende „kulturell weniger verwerfliche Formen der Lüge (Knapp & Comadena 1979):

  • Übertreibung, - Angeberei, - Schmeichelei, - Höflichkeitsgesten, - Nachgeben,
  • Kompromisse, - rücksichtsvolles Verschweigen, - gezieltes Weglassen,
  • bewusste Vereinfachung, - rhetorisches Operieren mit Mehrdeutigkeit,
  • Selbstbetrug und Wunschdenken, - Kontrolle von emotionalem Ausdruck“

benannt.

 

Zur Verdeutlichung hier zwei Beispiele aus diesem Handout der Universität Bielefeld zum Erkennen von Lügen:  

  • „Ein Heuchler glaubt vielleicht selbst, was er sagt, ist für einen Moment von seiner eigenen Heuchelei überzeugt, aber für den Betrachter ist das ein völlig klarer, eindeutiger Fall von Unehrlichkeit.“
  • „Im Geschäftsleben etwa gilt ein Verschweigen von Mängeln oft nicht so sehr als Betrug wie ein falsches Vorgeben von Produkt-Qualitäten. Ob ein Geschäftsmann seinen Kunden „belügt“, hängt nicht von der wirklichen Qualität der verkauften Ware ab, sondern von der Methode der Täuschung.“

 

Jana Hauschild fasst weitere Forschungsergebnisse zusammen und zitiert Dunbar et all „Lügen ist moralisch verwerflich, aber für das soziale Miteinander unerlässlich.“ Bei der Wirkung der Lügen ist dabei wichtig, den Unterschied zwischen „white lies“, den höflichen, pro-sozialen Lügen, und den egoistischen, anti-sozialen und für den Lügner persönliche Vorteile schaffenden Lügen. Weiße Lügen dienen weniger der Wahrheit, sondern mehr der sozialen Verträglichkeit, und können somit stabile Netzwerke und Beziehungen unterstützen.

Lügen dienen dazu, dass Menschen sich wohlfühlen – gute Lügner sind sympathischer und in sozialen Situationen durchaus erfolgreicher (im Sinne von Social Impression Management) fasst  Robert Feldman zusammen. Ergebnis seiner Forschungen ist, dass unbewusstes Lügen sozusagen unterhalb der persönlichen Wahrnehmungs-Schwelle stattfindet – und in der nachträglichen Konfrontation erst selbst erkannt werden. Nach Feldman ist Lügen hauptsächlich ein erlerntes Verhalten: „Andererseits lernen Kinder, dass es positive Konsequenzen hat, wenn man lügt und nicht erwischt wird – und dass es negative Konsequenzen haben kann, wenn man die Wahrheit sagt.“

Dana Carney fand 2010 in einer Untersuchung Anzeichen dafür, dass Menschen mit Macht besser lügen können.

Prof. Dr. P. Garlipp beschäftigte sich intensiv mit "Pseudologia phantastica – Lügen als Symptom". 

Jochen Mai (2015) fasst sieben (wissenschaftlich fundierte) Wahrheiten über Lügen

  1. Wer lügt, bekommt eine größere Nase
  2. Wer ehrlich zugibt, häufig zu lügen, tut es auch
  3. Testosteron macht ehrlicher
  4. Wer sich in die Augen sieht, lügt seltener
  5. Unsere Instinkte erkennen Lügner besser
  6. Lügen macht erfinderisch
  7. Männer lügen mehr als Frauen

und zwölf Indizien für einen Lügner zusammen. Und auch in YouTube finden sich unzählige Clips, die „das Lügen erkennen“ zum Inhalt haben, da ja nicht jeder einen Polygraphen (=Lügendetektor) in jeder kommunikativen Situation zur Hand hat.

 

Fazit: Die Lüge gehört zur Kommunikation dazu, und jede (Un-) Wahrheit hat Konsequenzen im Zusammenleben im privaten und beruflichen Umfeld. (AMS)

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043 Sinn-Fragen im Dezember 2016

Der Monatsrückblick in Zahlen, Daten und Fakten

Dieser Dezember 2016 stand neben den Vorbereitungen auf die Feiertage unter dem Eindruck des Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin und dem persönlichen Gefühl von fragiler Sicherheit – nicht nur auf öffentlichen Plätzen. Die medialen Jahresrückblicke standen stärker unter den Stichworten „Zuversicht und Gemeinschaft“.

Bundespräsident Gauck sagte in seiner Neujahrsansprache „Wir spüren die Angst – aber: Die Angst hat uns nicht. Wir spüren die Ohnmacht – aber: Die Ohnmacht hat uns nicht. Wir spüren die Wut – aber: Die Wut hat uns nicht.“

Und - Stuttgart gewöhnt sich an Dauer-Feinstaubalarm.

Was hat mich besonders bewegt und inspiriert:

  • Die inspirierende Moderation eines probono – Projekts in Berlin
  • Die ersten aussagekräftigen Auswertungen des Hogan Assessment Systems als Grundlage für weiterführendes Coaching
  • Die entspannten Weihnachtsmarktbesuche mit Freund/innen
  • Die farbenfrohe Ausstellung Wege des Pointillismus in Wien 
  • Die Diagnose meiner Herzfrequenzvariabilität und deren Konsequenzen auf die Balance zwischen Parasympathikus und Sympathikus
  • Ruhige Tage zwischen den Jahren, um mich auf das neue Jahr 2017 zu orientieren und zu fokussieren (AMS) 
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042 Viel unterwegs im November 2016

Der Monatsrückblick in Zahlen, Daten und Fakten

Der November 2016 hat Stuttgart weitere Feinstaubalarme beschert und einen US-Präsident elect, der sich auf seine Arbeit im Weißen Haus vorbereitet. Geschäftlich hat der November 2016 dem Namen „Jahres-End-Rallye“ alle Ehre gemacht, da die Kund/innen gerne manche Organisationsentwicklungs-Projekte noch vor Weihnachten beenden bzw. starten wollten.

 

Was hat mich besonders bewegt und inspiriert:

  • Die intensive und bewegende Teamentwicklung in dem "traumatisierten Team“, die dazu geführt hat, dass über die belastenden Erfahrungen offen gesprochen wurde
  • Persönliches Kennenlernen der Methode IntrovisionCoaching mit Ulrich Dehner beim ICF Chapterabend in Stuttgart
  • Der Coachingtag der International Coach Federation mit dem Titel „Der Coach als Unternehmer“ mit emotionaler Mitgliederversammlung, Neuwahl des Vorstands und 15-Jahr-Feier ICF Deutschland e.V.
  • Weihnachtsmarktbesuch mit einer Kollegin in Braunschweig
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