053 Zukunftstrends im Training

Seminarimpression Sommer 2007: Wird es das Flip-Chart in Zukunft im Training noch geben?
Seminarimpression Sommer 2007: Wird es das Flip-Chart in Zukunft im Training noch geben?

Zur Synchronizität der Ereignisse:

  • Ende Januar 2017 veröffentlicht Siegfried Haider (Gründer und Ehrenmitglied der German Speakers Association) in Training aktuell einen Artikel, der mit „Die Trainingswelt von morgen“ überschrieben ist. 
  • Am vergangenen Wochenende (April 2017) lud ein langjähriger Kunde, ein bundesweit aktiver Weiterbildungsanbieter, seine freiberuflichen Kommunikationstrainer/innen ein, um gemeinsam strategisch über die sich verändernden Anforderungen der Lernenden, dazu passende Lernumgebungen und die neue Rolle der Trainerin/des Trainers visionär und strategisch nachdenken. Ein spannender World-Café Nachmittag mit wertvollen Impulsen für die zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit!

 

Der Artikel von Siegfried Haider "Die Trainingswelt von morgen" war mir schon Ende Januar 2017 dadurch aufgefallen, dass die Lektüre sehr eindrückliche Bilder und Denkprozesse in mir ausgelöst hatte:

  • Die Anreise im selbstfahrenden Auto als Arbeitszeit für letzte Calls,
  • digitale Tools für verstärkte Annehmlichkeiten in der Administration,
  • kürzere Präsenzseminare mit stärkerer Vorbereitung durch die Teilnehmer/innen durch Video-Einheiten vorab,
  • virtuelle Teilnahme bei Präsenzseminaren möglich,
  • virtueller Expertenbesuch auch live während des Seminars.

Technisch ist vieles davon auch heute schon möglich.

Siegfried Haider diskutiert folgende Thesen:

Die Erwartungen der Teilnehmer/innen werden sich extrem verändern und benennt hier

  • einige gesellschaftliche Veränderungen wie der demographische Wandel
  • besondere Erwartungen verschiedener „Generationen“ (Generation Z; Babyboomer)
  • veränderte Arbeitsmarktbedingungen für Arbeitnehmer – und daraus entstehende gestiegene Anforderungen an Weiterbildung

 

 

Aus diesen prognostizierten Veränderungen leitet sich ein neues Rollenverständnis der Trainerin/des Trainers ab, die, laut Haider, mehr für ihre Praxiserfahrung und Vermittlungskompetenz und mehr „Wir“ statt „Ich“ geschätzt werden. Für Trainer/innen bedeutet das eine Veränderung des Rollenbilds in Richtung Moderator/in, Motivator/in und Mentor/in.

Werden diese Trainings im klassischen Seminarhotel im Seminarraum von heute (mit Tischen, Flip-Chart, Beamer, Pinnwand) stattfinden? Eher nicht: In Zukunft werden kreativitätsfördernde Raumkonzepte mit besonderen Sitzmöbeln, vernetztem Smartboards und virtuellen Brillen stark gefragt sein.

 

Im Blog von TeamConnex wird die Zukunft des Trainings sehr plastisch durch Trainingschips und interaktive Hologramme lebendig gemacht. Fazit von TeamConnex für die Trends des „Training der Zukunft“: Individualisierung und Selbstbestimmung. 

 

Und was bedeuten diese Prognosen und Trends für die Trainings von heute:

  • Gezielte Inputs (Videos, Selbstreflexion etc.) schon vor dem Präsenztraining
  • Stärkere Orientierung an den individuellen Lernzielen der Lernenden
  • Stärkerer Praxisbezug während des Präsenztrainings durch die Bearbeitung von konkreten Fallbespielen der Teilnehmer/innen: dadurch nachhaltigere Lernerfahrung
  • Transfersichernde Nachbetreuung der Teilnehmer/innen durch weitere Impulse in Form von Coaching, kollegialer Fallberatung, Videos, Selbstreflexion etc.
  • Stärkere Einbeziehung digitaler Vermittlungsformen, die für die Zielgruppe verfügbar sind (Apps, YouTube etc.)

 

 

 

 

 

Persönliches Fazit:

 

Nachdem meine ersten Begegnungen als Trainerin mit Trainings in Form der Moderation von Seminaren „Selbstorganisiertes Lernen“ vor gut 25 Jahren stattfanden, gibt es nun (endlich) die technischen Möglichkeiten, dieses (damals) innovative Lernkonzept durch die digitalen Möglichkeiten frisch, neu und innovativ zu gestalten.

Darauf freue ich mich wirklich sehr! (AMS)

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